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Wir wissen’s wohl: Man redet nicht gern über den Teil der
Anatomie, der dem Sattel am nächsten ist. Weil wir hier aber unter
Reitern sind, können wir Ihnen aus unserer Erfahrung etwas flüstern:
Übertriebene Eleganz im Sattel hat schon so manchen Reiturlaub
in die (todschicke, aber kneifende) Hose gehen lassen. Daher unser Rat:
Machen Sie es sich rundherum bequem!
Eine gut eingetragene, vom Gebrauch schon weiche Reit- oder stabile
Freizeithose (natürlich ohne dicke Nähte an der Innenseite)
kommt allemal besser als das Dekorationsstück vom Edelschneider
oder die glitschig-rutschige Jogginghose mit mehr oder weniger Rallyestreifen.
Unter die Hose gehört Wäsche aus Schweiß aufsaugender
Baumwolle oder speziellen, atmungsaktiven Kunstfasern. Und wenn Sie
den Hirschtalgverbrauch in Grenzen halten wollen, achten Sie beim Kauf
darauf, dass im Sitzbereich der Wäsche keine Nähte oder Verzierungen
stören.
Die engen Dressurstiefel dürfen Sie bei Trails und Sternritten
durch Verwahrung im heimischen Schrank schonen – spätestens
beim Marsch über eine feuchte Wiese oder beim Stiefel-Wiedereinstieg
nach dem Picknick würden Sie die eleganten Röhren mit glatten
Sohlen nämlich verfluchen.
In warmen Ländern sind Gummistiefel nicht unbedingt eine Alternative,
in Island und Norwegen dagegen ist man mit "Bauerngummistiefeln"
(gibt es für ungefähr 25,- beim Landhandel) sehr gut bedient.
Wenn Sie Reitturnschuhe oder Jodhpur-Stiefel tragen, müssen diese
über die Knöchel gehen und einen kleinen Absatz besitzen,
damit Sie nicht im Steigbügel hängen bleiben. Chaps und Mini-Chaps
schützen dann gegen Sträucher, Pferdeschweiß und kneifende
Bügelriemen. Der PFERD & REITER-Favorit
am Bein ist der bequeme Camargue- oder Toskana-Stiefel (oder wie er
auch immer vom Anbieter genannt wird) mit weitem Wildleder-Schaft und
kräftiger Sohle.
Regen in den Tropen ist nicht tragisch, weil man schnell wieder trocken
wird. In anderen Gefilden empfehlen wir allerdings Reitmäntel und
Ponchos, die unbedingt über den ganzen Sattel und über die
Oberkante Ihrer Stiefel gehen sollten. Bitte verkneifen Sie sich grell-bunte
"Flattermänner" als Regenschutz. Sie machen das eigene
Pferd nervös, vertreiben die anderen Pferde und verscheuchen das
Wild.
Ihre Versicherung und wir haben etwas gemeinsam: Wir sehen Sie am liebsten
wohlbehütet unter einem Sicherheitsreithelm nach EN
1384 mit TÜV-Siegel, wissen aber sehr wohl aus Erfahrung, dass
viele Reiter eine Aversion dagegen haben. Trotzdem müssen wir darauf
hinweisen: In einigen Ländern gibt es Helmpflicht, in jedem Fall
aber sind Sie ohne Helm auf eigenes Risiko unterwegs. NEU: Ab
sofort wird unser Partner-Betrieb Cap
& Capper von PFERD
& REITER Ihnen Reitkappen der Qualitätsmarke CASCO
im Verleih anbieten. Weitere Informationen finden Sie unter www.reitkappenverleih.com.
Sonnenschutz brauchen Sie bei den meisten Touren - und je höher der Schutzfaktor, desto besser. Außerdem sollten Sie eine splittersichere Sonnenbrille einpacken. Ihre Sachen für einen Trail verpacken Sie am besten in wasserdichte Sporttaschen (keinesfalls in großen Hartschalenkoffer!). Wenn nicht anders beschrieben wird Ihr Gepäck von Ort zu Ort durch ein Auto transportiert. Die kleinen Dinge für tagsüber sind sehr gut in einer Gürteltasche oder einem kleinen Rucksack aufgehoben, die Windjacke bzw. der Regenmantel wird am Sattel befestigt. Eine genaue Packliste (Ausrüstungsvorschläge) erhalten Sie zusammen mit Ihren Reiseunterlagen.
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