Pferd und Reiter Reiterreisen weltweit

Meine persönliche Meinung

Was mir so nebenbei einfiel

Bad news are good news
Dieser Spruch aus der Medienbranche scheint Gültigkeit auch für die PFERD & REITER-Foren zu besitzen. Da schreiben langjährige Gäste mit großem Aufwand begeisterte und begeisternde Berichte und werden dann von zumeist Nicht-Gästen beschuldigt, bei uns in Lohn und Brot zu stehen oder bestochen worden zu sein. Ich muss die Miesepeter enttäuschen: Diese Gäste schreiben von sich aus, weil es ihnen bei unseren Reisen gefallen hat. Übrigens kein Einzelfall: Von den Beurteilungen der letzten Woche lauteten 63% aus "sehr gut", 32% auf "gut" und 5% auf "befriedigend".
Unser Ziel ist es eben, Gästen einen tollen Reiterurlaub zu bereiten, auch wenn es die Negativgier von Nicht-Gästen nicht befriedigen mag.

Demotivierend
Vor unseren Bürofenstern liegt direkt die Weide der Wehnerschen beiden Pferde. Da sieht man dann oft, wie genüsslich sich Manjano in die Sonne legt und ein Schläfchen hält. Jojo hält dann Wache. Am liebsten würde ich mich daneben legen - da bin ich mir mit dem Hund einig. Nur dürfte das wohl zu demotivierend sein, wenn wir Kerle - vier- und zweibeinig - in der Sonne liegen und die Damen arbeiten müssen.

Last Minute
Natürlich gibt es immer kurzfristig freie Plätze - auch in der Hochsaison für Gäste mit flexiblen Wunsch "Irgendwann in den nächsten 3 Wochen in die Sonne". Aber diese flexiblen Gäste buchen zumeist langfristig, kurzfristig buchen Gäste mit schon in der Nebensaison schwierig zu erfüllenden Wünschen wie "Strandtrail in xxxx zum 01.07.09 mit Flug unter 300,-, aber bitte nicht vor 14 Uhr abfliegend. Buchung nur dann, wenn ich ein halbes Doppelzimmer mit einer gleichaltrigen Nichtraucherin bekomme und in der Gruppe auch mindestens 3 Männer sind wegen der besseren Stimmung."

Das Abenteuer ruft
Kamschatka kennt doch keiner, meinte ich. Ich allerdings kannte diese Halbinsel im allerfernsten Osten der Russischen Föderartion durch einen sehr schmackhaften Bewohner: die riesige Kamschatka-Krabbe. Wollen wir das Risiko tragen, ein Ziel anzubieten, dass doch keiner kennt? Sorry, liebe Gäste, ich habe mich in Euch getäuscht! Natürlich war vielen dieses Naturparadies bekannt, dass bis 1990 kein Ausländer betreten durfte. Und nochmals sorry: Kamschatka war nicht nur bekannt, sondern wird auch überraschend häufig gebucht: Ein Trail ist bereits fast voll.

Raus und vorbei
Die Gründe dafür, dass Programme oder gesamte Ziele von PFERD & REITER nicht mehr angeboten werden, sind vielfältig. Manche Partner sind in dem Alter, in dem man sich zurückzieht, und leider alles aufgeben muss, wenn kein Nachfolger in Sicht ist. In manchen Ländern sind die Preise derart gestiegen, dass der eine oder andere kein Auskommen mehr findet. An Reiterreisen wird nicht viel verdient, doch hört der Spaß am Beruf auf, wenn man noch Geld mitbringen muss. Deswegen muss schon einmal ein Partner aufhören. In einigen Fällen haben wir uns auch geirrt: Programme, die uns gefielen, kommen bei Ihnen nicht an.

Manchmal aber liegt es daran, dass es unterschiedliche Auffassung über die Qualität der Reise zwischen dem Leistungserbringer ("Partner") und der Qualitätskontrolle von PFERD & REITER gibt. So bewerten wir es negativ, wenn ein Gast eine Reise nicht insgesamt gut oder sehr gut findet. Wenn wir bei einem Ziel ein mehrfaches Befriedigend erhalten und der Partner nicht bereit ist, sich und/oder seine Leistungen zu verbessern, trennen wir uns von ihm.
Ob sich dann die Einsicht bei diesem Partner ändert? Ich glaube, erst einmal nicht, denn dieser findet bestimmt Unterschlupf bei irgendeiner Agentur. Dass ihm dann der zufriedene große Kundenstamm von PFERD & REITER fehlt, liegt dann in seinen Augen bestimmt an der Klimakatastrophe, der Regierung oder dem Sternkreiszeichen.
Glücklicherweise sind dies Minderheitsprobleme: Die über 170 Partner von PFERD & REITER arbeiten teilweise bereits seit über 27 Jahren auf hohem Qualitätsniveau mit uns zusammen.

Jugend-Wahn
Firmen suchen 20-Jährige mit 30 Jahren Berufserfahrung, Reiter wollen 7-jährige Pferde mit der Sicherheit und Umsicht eines z.B. erfahrenen Trailpferdes, das mindestens 8 Jahre Ausbildung und Erfahrung benötigt, um auf den gewünschten Stand zu kommen. Willkommen, wir sind in Deutschland.
Wie kommt es aber, dass das Durchschnittsalter der Pferde in Deutschland fast am unteren Ende der Skala liegt? Sind wir ein typisches Schlachtpferdeland? Werden die Pferde in Ländern mit Pferde-Tradition wie Frankreich, Spanien, Polen u.a. vielleicht deutlich später angeritten und besser betreut als im Sportpferdeland Deutschland. Mir kommt noch die Galle hoch, wenn ich an meinem Besuch in einem deutschen Edelreitstall denke, wo eine 17-jährige Göre meinte: "Mit
12 kommen bei mir die Pferde in die Wurst, ich will schließlich gewinnen!"
Die Partner von PFERD & REITER - natürlich auch die in Deutschland - reiten, betreuen und halten die Pferde wohl so vorbildlich, dass selbst Pferde über 16 Jahren mehr Leistung bringen als die meisten Privatpferde mit 8 Jahren. Übrigens wurde Ramon, mein vorheriger Wallach 28 Jahre alt - unter dem Sattel. Allerdings ritt meine Frau ihn die letzten beiden Jahre - ich wollte ihm meine 86 kg nicht mehr zumuten.

All men are equal, but I'm more equal
Ich habe einmal gelernt, dass meine Freiheit an der Freiheit des Anderen endet. Leider scheint dieser Satz nicht mehr allgemein zu gelten. Als eine Kundin sich wütend mit völlig falschen Anschuldigungen in den Reiseberichten über ihren Reitführer ausließ, der ihre Avancen nicht erwiderte, und ich diesen Bericht löschte, wurde ich zu ihrem Feind erklärt. Sie habe das Recht, alles zu schreiben, was sie wolle - so die Freiheit der Rede und Meinung. Wenn sie das Recht habe, völlig falsche Dinge zu schreiben, dann hätte ich ja auch das Recht, die völlig richtigen Meinungen ihrer Mitreiter über sie zu veröffentlichen - so äußerte ich. Da endete natürlich plötzlich die Freiheit von Meinung und Rede mit der Drohung, ihren Rechtsanwalt einzuschalten. Der rief auch wenige Minuten später an und entschuldigte sich im Namen seiner Mandantin. (Natürlich werde ich niemals die Meinungen von Gästen über Gäste veröffentlichen.)
Um keine falschen Vorstellungen aufkommen zu lassen: Dieses ist ein Fall unter 10.000. Ansonsten stellen uns immer wieder sowohl Gäste als auch Reitführer das Zeugnis aus, die nettesten Gäste zu haben. Das muss doch einmal gesagt werden - mit einem dicken Dankeschön!

Pferde - eine Wirtschaftsmacht
Die FN sagt: "Interessant ist ..., dass ca. 300.000 Menschen in unmittelbarer oder indirekter Form ihren Lebensunterhalt durch Pferde und Pferdesport (in Deutschland) beziehen; bedenkt man, dass Pferdehalter, Reiter und Fahrer jährlich um die 2,6 Milliarden Euro für laufende Kosten ausgeben und die Tatsache, daß sich der Gesamtumsatz im Zusammenhang mit Pferden bei ca. 6 Milliarden Euro bewegen dürfte, so wird schnell klar, dass sich Pferdesport und Freizeitreiterei zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt haben."
Die Volkswagen AG beschäftigt rd. 151.000 Menschen in Deutschland, d.h. die Pferde in Deutschland schaffen mehr Arbeitsplätze als die VWs. Wie wäre es, liebe Bürgermeister und Förster, wenn Ihr einmal den Reitwegen bei Euch genauso viel Aufmerksamkeit schenken würdet wie den Straßen und Parkplätzen - damit mehr Pferde noch mehr Arbeitsplätze schaffen?

Was uns freut
Seit PFERD & REITER vor 29 Jahren das Wort "Sternritte" als Begriff für Aus-/Tagesritte in unterschiedliche Richtungen erfand und die Reitqualifikation in der Anmeldung abfragte, werden wir kopiert, ob das nun die Gästemeinungen, die Bords oder die Verlinkung mit Fluggesellschaften sind. Das freut uns natürlich, denn das Original ist beim Kunden immer gefragter.
Was uns nicht freut
Es gibt zwar nicht viele Wettbewerbskollegen von PFERD & REITER. Aber der eine oder andere "perfektioniert" das Kopieren soweit, dass es zu Verwechselungen kommt. Wenn dieser liebe "Kollege" *) ein Hotel in die Leistungen einschließt, das 120,- Euro pro Woche billiger ist, dann kann er leicht um 30,- unter dem PFERD & REITER - Preis anbieten. Der Gast bekommt dann zwar eine billige, aber keinesfalls preiswerte Reise.
*) HInweis gem. Diskriminierungsgesetz: Sämtliche unserer Äußerungen sind geschlechtsneutral gemeint.

Was uns überhaupt nicht freut
dass dieser Gast sich dann bei uns beschwert, schließlich habe er ja die Entscheidung gem. unserem Katalog getroffen. Deswegen ganz klar: PFERD & REITER - Qualität gibt's nur bei PFERD & REITER.

Fremdwörter
Wir vermeiden möglichst Fremdwörter, gerade solche, die toll klingen, weil niemand deren Bedeutung kennt. Jetzt haben wir einmal ein englisches Wort verwendet und zwar für eine der Prämien für die Viel-Reiter: "Body Bag". Nach einigen Jahren machte uns jetzt ein kanadischer Gast aufmerksam, dass er doch bitte diese Prämie keinesfalls wünsche, sie hieße nämlich "Leichensack". Weil wir unsere Gäste lieben und keinesfalls "einsacken" wollen, haben wir die Bezeichnung sofort geändert: "Riders' bag". Hoffentlich gibt es hierfür nicht auch eine zweite Bedeutung. Gemeint ist jedenfalls eine praktische Umhängetasche, für alles, was man so beim Reiten mitnimmt.

Neue Währung: Jasoteuer
Für Reiter ist ja alles so teuer. Vergleichen wir doch einmal: Eine einwöchtige Radtour in Andalusien mit Führung und Begleitfahrzeug fürs Gepäck, mit Übernachtung in guten Hotels und Halbpension kostet bei einem Spezialveranstalter für Radreisen rund 1.600,- Euro. Eine Reittour ebenfalls in einer Woche, mit demselben Personalaufwand, mit Übernachtung in denselben Hotels, aber mit Voll- statt Halbpension - also mit besseren Leistungen - kostet bei PFERD & REITER nur 845,- Euro. Und trotzdem: "Reiterferien sind ja so teuer!"
Glaubt denn so mancher Reiter, dass Pferde billiger sind als Fahrräder? ..., dass Pferde weniger fressen als Drahtesel? ..., dass die Pflege eines Pferdes weniger aufwändig ist als die von Rädern? ..., dass man im Winter die Fahrräder täglich dreimal füttern muss, während man Pferde einfach im Keller überwintert?
Leider ist durch das "Jasoteuer" bei mir der Eindruck entstanden, dass dem Reiter das Pferd nichts wert ist. Für mich jedenfalls sind Fahrräder Gebrauchsgegenstände und Pferde treue Kameraden!

Auffallend ist es, dass folgendes nur bei deutschen, aber niemals bei den vielen z.B. schweizer Gästen auftritt - wie z.B. folgende Kritik, dass doch wohl bei einer Reise im Wert von 472,- Euro statt eines kostenlosen Sammeltransfers die individuellen Taxikosten von zweimal 160,- Euro (also 320,- im Preis von 472,-) enthalten sein müssten. Liebe deutsche Schulen - ist neuerdings Rechnen nicht mehr auf dem Lehrplan? Oder sollen neuerdings die Pferde Geld mitbringen, damit sie geritten werden?

Wachhund & Frauen
Alonso, unser Airedale-Rüde, bewacht mich immer im Büro. Manchem Besucher ist schon einmal herausgerutscht, dass dieses auch nötig sei, wenn man als einziger Mann in einer ansonsten rein weiblichen Firma arbeitet. Ich leide nicht darunter, genieße die Vorteile und wundere mich aber über vieles nicht. Neulich fand ich eine Flaschenpost. "Wenn Du mich rauslässt, dann erfülle ich Dir einen Wunsch!" sagte der darin eingeschlossene Geist. "Ich will etwas für die Nachwelt tun: Baue eine Autobahn von Europa nach Amerika und benenne sie nach mir!." - "Das geht nicht," meinte der Geist, "überlege doch einmal, wie viel Beton, Eisenstreben, Asphalt usw. ich da brauche!" - "Dann," so meinte ich, "mache, dass ich die Frauen verstehe." Der Geist überlegte eine Weile und fragte dann: "Wie war das mit der Brücke? Willst Du die zwei- oder vier-spurig?"

Wiggo Wehner

Zurück zur Homepage von PFERD & REITER